Planungen

Die Biwakschachtel


(Herzlichen Dank den LF Dr. Friedl Schwarz und Heiner Sedlmeir für die Überlassung ihrer persönlichen Archive)

 

                


Zu trauriger Berühmtheit kam die Schüsselkarspitze im Wettersteingebirge im September 1934, als sieben Bergsteiger aus München, darunter zwei Frauen, von einem Wettersturz überrascht wurden und beim Abstieg abstürzten. Fünf von Ihnen erlitten dabei tödliche Verletzungen, zwei starben wenig später an Erschöpfung und Unterkühlung. Auch später ereigneten sich ähnliche, wenn auch nicht so dramatische, Unfälle. Trotzdem wurde lange nichts unternommen, um Bergsteigern eine Zuflucht für Notfälle zu errichten.


Einige Lions aus Garmisch-Partenkirchen entschlossen sich, dem lionistischen Motto "Menschen helfen Menschen" folgend, in Eigeninitiative Abhilfe zu schaffen - eine Biwakschachtel sollte aufgestellt werden. Eine alpine Notunterkunft also, die bei Wetterumschlag, Erschöpfung oder Verletzung Bergsteigern das Überleben ermöglichen soll. Die Clubfreunde waren schnell überzeugt.


Am 20. Juli 1978 fand dann nach langen Vorbereitungen eine der herausragenden Activities unseres Clubs ihr vorläufiges Ende. Per Hubschrauber wurde eine Biwakschachtel auf den Gipfelgrat der Schüsselkarspitze (2.537 m) geflogen und dort von Pionieren der Bundeswehr verankert.

 

Ein Faksimile von Notizen des LF Dr. Friedl Schwarz zum

zeitlichen Ablauf der 1-jährigen Acitivity.

 

Erste Erkundungsgänge
am Gipfelgrat (20. Juli 1977)

 

Start zum Erkundungsflug am 12. Juni 1978

 

Beratungen über den besten Platz

 

 

Faksimile der Aufzeichnungen von LF Dr. Friedl Schwarz

(zum Vergrößern anklicken)

 

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